Zürich Open 2026: Kampfgeist, Fairness und Herzschlagfinale

Das Zürich Open, ein Fixpunkt im Schweizer Tischtennis-Kalender, lockte am Wochenende vom 14. und 15. Februar 2026 wieder zahlreiche Spielerinnen und Spieler aus der ganzen Schweiz an. Wie gewohnt, teilte sich das Turnier in zwei Tage auf: Samstag für die Elo-stärkeren Spieler ab 930 Punkten und Sonntag für die mit 1350 Elo und darunter – sowie das beliebte Turnier der Nichtlizenzierten, ebenfalls am Sonntag.

In der grossen Halle wurden am Samstag 6 Serien ausgetragen. Die Qualität der Spiele war hoch, die Stimmung ausgezeichnet – Tischtennis at its best.

Ein packendes Herzschlag-Finale

Den krönenden Abschluss des Samstags bildete ein packendendes Finale zwischen Denis Bernhard (A19) und Lars Posch (A19). Die Entscheidung fiel erst im fünften Satz beim Stand von 11:9 – ein wahres Herzschlagfinale. Am Ende behielt Denis Bernhard, fünf Jahre älter als sein Kontrahent, die Nerven und sicherte sich den Turniersieg. Bernhard überzeugte mit einem variablen, und sicheren Topspin-Spiel. Lars Posch punktete oft mit seiner gefürchteten, unglaublich harten Backhand und brachte Bernhard damit so manches Mal in Bedrängnis – der Sieg der Nr. 75 gegen die Nr. 49 der Schweiz war letztlich der denkbar knappste.

Ärgerlicher Start – aber kein Stimmungskiller

Wie jedes Jahr war der Sonntag schon früh ausgebucht. Mit 10 Serien und 120 Teilnehmenden herrschte in beiden Hallen Hochbetrieb. Gleich zu Beginn sorgte eine technische Panne für Aufregung: Die automatisierte Auslosung hielt sich nicht an das vorgesehene Top-Down-Elo-Prinzip, weshalb das Turnier neu gestartet werden musste. Eine ärgerlicher Verzögerung, die aber der guten Stimmung in den Hallen keinen Abbruch tat.

Kleines Drama verhindert

Dank der Flexibilität der Turnierleitung und der betroffenen Gruppen konnte am Sonntag ein kleines Drama verhindert werden. Im Mittelpunkt stand dabei ein jugendlicher Spieler aus Lugano: Federico Montrasio hatte die deutschsprachigen Kontrollaufrufe verpasst und war irrtümlich als nicht anwesend gelistet. Obwohl die Gruppenspiele in seiner Serie bereits begonnen hatten, gelang es dem OK gemeinsam mit den betroffenen Spielern, eine nachträgliche Rochade zu ermöglichen – damit das junge Talent nicht vergebens von Lugano nach Zürich gepilgert war. Und Federico Montrasio dankte es mit dem Besten, was ein Spieler anbieten kann: Er gewann seine Serie.

Die «Nilis» geben Gas

Auch das Turnier der Nichtlizenzierten war schnell ausgebucht – die 40 Plätze waren rasch vergeben, und es bildete sich eine Warteliste. Wie jedes Jahr war die Stimmung unter den Nilis nicht nur geprägt vom Wettkampffieber, sondern auch von guter Laune und viel Spass am Zusammentreffen. Insgesamt kämpften am Sonntag damit 160 Athletinnen und Athleten in der grossen und der kleinen Halle um Ruhm und Ehre. Trotz der Verzögerung zu Beginn des Tages konnte das Turnier gegen 18 Uhr erfolgreich abgeschlossen werden.

And the winners are ...

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